Nietzsche
»Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können«
Johann Wolfgang von Goethe: ...schöne, aber kalte Stadt ... [hat aber] den schönsten der schweizerischen See.
James Joyce: Ort, der ihm Ruhe und kreative Freiheit ermöglichte.
Max Frisch: In seinem Werk Irrtum bezieht er sich mehrfach auf Zürich und beschreibt die Stadt als „kalte, seelenlose“ Metropole, die einer distanzierten und isolierten Gesellschaft entspricht.
Hermann Hesse: Verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Zürich. In Demian oder Steppenwolf wird das Gefühl der Entfremdung
und der Suche nach sich selbst, auch mit Zürich und der schweizerischen Mentalität assoziiert.
Der Blick des Heiligen Trinkers
Joseph Roth schrieb einst:... er kannte die Stadt seit Jahren...
Er glaubte, dass sie ihm nichts Besonderes zu geben haben würde ... über die braven Städte in der braven Schweiz.
Weiter erzählt er in der Novelle Büste des Kaisers: Nun gelangte er eines Nachts in eine der wenigen und nur Kennern
zugänglichen nächtlichen Bars (American Bar)
der sittsamen Stadt Zürich, in der, wie man weiss die Prostitution verboten ist, die Sittenlosigkeit verpönt und die
Sünde ebenso langweilig wie kostspielig.
(Die Büste des Kaisers. Nouvelles littéraires, Dezember 1934, Paris).
Theodor Mommsen,
über die Schweizer, nach dem politisch bedingten Verlust der Professur in Leipzig folgte
er einem Ruf an den neugeschaffenen Lehrstuhl für Römisches Recht an die Universität Zürich.
Hier lehrte er vom 29. April 1852 bis zum 27. August 1854:
„Die gehören zum Froschgeschlecht, und man muss Gott danken, wenn sie Hochdeutsch sprechen und eine Serviette auf den Tisch legen.“ Trotzdem gibt es am Züriberg eine Mommensstrasse.
(Wikipedia)
Und da gibt es noch den anonymen Aargauer, der in den 1990iger Jahren am Samstagabend lieber in Baden einkehrte, da in Zürich um Mitternacht die Lichter löschten.
Besser kommt Zürich bei Ferdinand Hodler, Alberto Giacometti und Le Corbusier weg. Während der Architekt mittlerweile wegen seiner Nähe zu den Nazis nicht mehr als Guter Freund der Stadt taugt, haben
sich Marc Chagall und Kurt Schwitters wegen diesen Nazis hier wohlgefühlt. Schwitters allerding nagte die Kühle der Stadt längerfristig am Geist (und auch die Akzeptanz der Naziideologie am Züricherberg), während Giorgio de Chirico
es in den 1920 geradezu anregend fand, was seinen Bildern ja anzusehen ist. Jean Tinguely war sehr gerne im Kreis 5, wo die grossen Maschinen standen.